Malve und Eibisch

Die Malva sylvestris, die im Volksmund Käsepappel genannt wird, steht schon im Altertum als angesehenes Heilmittel in hohem Rang. Auch später wird die keltisch Taurouk genannte Pflanze von Hildegard von Bingen als schleimlösendes Mittel für die Bronchien erwähnt.

Die lila Malve beim Felsen

Heute findet die Malve in der Phytotherapie kaum Erwähnung, sie scheint in Vergessenheit geraten zu sein.

Die lila Malve zwischen Steinen.Der ganzen Familie Malve geht es gut, sie blüht ganz mutig, auch vor dem hohen Felsen am äußersten Südrand vom Kulturgarten wild und frei.

Die weisse Malve
Die weiße Althea beim morgendlichen Sonnenaufgang

Auch eine Malvaceae, also ein Mitglied der leicht verzweigten Familie der Malvengewächse, ist der Eibisch.
Bei uns, wie einige Heilpflanzen aus dem Hausgarten einer befreundeten Einschichtbäuerin eingeführt, wächst seit einigen Jahren der weißblütige Echte Eibisch, der Althaea officinalis. Seine Wurzeln enthalten kristallisierbaren Zucker, so kann man in klugen alten Kräuterbüchern lesen. Wir haben aber nur einen schönen Stock mit einer kleinen Eibischfamilie und haben dieses Experiment noch nie versucht.

Die weisse Malve im Kulturgarten wild und frei
Der weiße Eibisch im Kulturgarten wild und frei

Bei uns gibt es zarte Blätter oder Blüten frisch zum Frühstück oder zur Jause und immer wieder, das ganze Jahr über getrocknet zum Aufgießen als Tee.

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