Dost, Wasserdost, Wirbeldost
Die drei sogenannten Doste tragen nur einen gemeinsamen Nachnamen, obwohl sie ganz und gar nichts miteinander zu tun haben. Sie sind nicht verwandt, sie sind sich nicht ähnlich, weder im Geschmack noch im Aussehen. Warum sie alle drei Dost heißen haben wir nicht herausgefunden. Was sie aber eint ist ihre freiwillige und selbständige Ansiedlung im Kulturgarten wild und frei.

Der Dost oder Wilde Majoran ist ein bekanntes Wildpflanzengewürz nicht nur für die italienische Küche.

Wir verwenden die Blätter schon ab April und die Blüten ab Juni frisch, getrocknet dann das ganze restliche Jahr als Gewürz für Saucen, Strudel oder natürlich für die Pizza.

Alte Heilkräuterbücher beschreiben den Origanum vulgare ähnlich wie den echten Majoran als Mittel gegen Blähungen und Verdauungsstörungen.

Der Clinopodium vulgare lebt bei uns ganz selbständig am Rande unseres Waldgartens. Es gibt keine Abgrenzung unter unseren Gartenbereichen, sie gehen einfach ineinander über. Der Wirbeldost mag aber sonnige Staudensäume an Gehölzen, deshalb hat er sich dort sein zuhause gewählt.

Die leicht schärflich minz-aromatische Pflanze wirkt cholesterinsenkend, antibakteriell und schützt die Leber. Die alte Volksmedizin stuft ihn herzstärkend und tumorhemmend ein.
Wir verwenden ihn roh als Beigabe zu Aufstrichen, Saucen und Salaten.

Der Eupatorium cannabinum wird als leicht giftig beschrieben, sollte also nur in kleinen Mengen und vorsichtig gegessen werden. In früheren Zeiten wird die getrocknete Pflanze gegen Fieber und Rheuma eingesetzt, so steht es in alten Heilkräuterbüchern.










