{"id":115,"date":"2016-05-13T18:08:15","date_gmt":"2016-05-13T16:08:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.guentherfloner.at\/einwegohneende\/?p=115"},"modified":"2017-12-28T18:11:30","modified_gmt":"2017-12-28T17:11:30","slug":"die-alten-aufzeichnungen-des-boten-yillach-gardeen-eyon-saaph-der-hier-auf-erden-als-der-mittellose-knecht-hermann-mandl-samthaler-lebte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.guentherfloner.at\/einwegohneende\/115\/die-alten-aufzeichnungen-des-boten-yillach-gardeen-eyon-saaph-der-hier-auf-erden-als-der-mittellose-knecht-hermann-mandl-samthaler-lebte\/","title":{"rendered":"Die alten Aufzeichnungen des Boten Yillach Gardeen eyon Saaph, der hier auf Erden als der mittellose Knecht Hermann \u201aMandl\u2018 Samthaler lebte."},"content":{"rendered":"<p>Die alten Aufzeichnungen des Hermann \u201aMandl\u2018 Samthaler lagen offen vor ihm. Michael Blankenheim blickte kurz auf. Seine Frau, die schweigend neben ihm sa\u00df, erwiderte seinen Blick. Ohne ein weiteres Wort, wandte er sich wieder den Papieren zu:<em><br \/>\n\u201eEs ist tr\u00f6stlich zu wissen, dass es den Himmel gibt, den Garten der Liebe und die Gerechtigkeit, die sich alle irgendwann selber zuweisen bei ihrem J\u00fcngsten Gericht.<br \/>\nEs ist tr\u00f6stlich zu wissen, dass die Liebe regiert und dass wir gehalten werden in Ewigkeit.<br \/>\nEs ist tr\u00f6stlich zu wissen, dass es kein Abschied ist beim Sterben hier, sondern ein Hin\u00fcberwechseln in eine andere Sph\u00e4re.<br \/>\nEs ist tr\u00f6stlich zu wissen, dass wir alle einen Vater-Gott haben und deshalb nicht nur mit ihm, sondern auch untereinander verbunden sind. Einen Vater-Gott, der die Allmacht, die Weisheit und die Liebe ist.\u201c<\/em><\/p>\n<p>&#8230;<br \/>\nViele weitere Jahre waren ins Land gezogen, Michael Blankenheims und Frieda Sangbrechts Haare waren schon sehr wei\u00df geworden. Ihren Wohnort hatten sie beibehalten, waren auf der kleinen Anh\u00f6he nahe Silingkirchen geblieben und haben hier ihre Zuflucht gefunden. Sie sa\u00dfen jetzt auf ihrer Waldlichtung, R\u00fccken an R\u00fccken bei der alten Buche und Michael las wieder einmal aus den Tageb\u00fcchern des \u201aMandl\u2018 vor.<\/p>\n<p>&#8230;<br \/>\n<em>\u201eDer sogenannte Auszug aus dem Paradies, dem Garten der Liebe, ist eine Parabel, ein Gleichnis, eine Erz\u00e4hlung, die eine Lehre gibt f\u00fcr uns. Sie ist die Geschichte von der Abkehr unseres Lebenssinns in Gottes Willen zu existieren. Diese Abkehr, dieser Bruch, der uns alle hinausgef\u00fchrt hat aus Gottes Reich, unserer eigentlichen Heimat, um stattdessen im eigenen, im egoistischen Willen zu leben, hat uns und die gesamte Sch\u00f6pfung in diese dramatische Sackgasse gef\u00fchrt, in diesen aussichtslosen Kampf jeder gegen jeden. Aber es ist so tr\u00f6stlich zu wissen, dass wir jederzeit \u2013 jetzt zum Beispiel \u2013 zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen in Seinen Willen und in Sein Reich. Es ist nur eine Frage unseres eigenen Willens.<\/em><\/p>\n<p><em>\u2026<\/em><br \/>\n<em>Es war sicher nicht leicht f\u00fcr Dich, Gott, mir, dem Mandl, mit meinem einf\u00e4ltigen Dicksch\u00e4del Deine Liebesbotschaft zu erkl\u00e4ren.<\/em><em> Aber jetzt, wo ich dasitze als alter Mann und meinen Tod schon n\u00e4herkommen seh\u2018, da will ich Dir danken, danken immerzu f\u00fcr Deine liebevolle Geduld mit mir.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u2026<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eDie Menschen versuchen etwas zu werden hier auf der Erde. Sie sagen dann: \u201aIch bin ja wer!\u2018 Und manche von ihnen, die wollen das aus tiefstem Herzen und der andere Teil, der f\u00fchlt sich gedr\u00e4ngt dazu. Aber niemanden h\u00f6re ich sagen: \u201aIch bin Gottes Kind! Ich pfeif\u2018 auf die kurze, vor\u00fcbergehende Ehre und die unehrliche Anerkennung hier. Das Leben ist ewig, und Deinen Willen erkennen, Gott, das will ich. Das gibt mir mein Gl\u00fcck. Denn wenn Du mir Deinen Willen erkl\u00e4rst und Ihn mich verstehen l\u00e4sst, kann ich meine Entscheidungen gut treffen. Richtige Entscheidungen, die in Deinem Willen stehen und die mich dann zu meinem Gl\u00fcck f\u00fchren. Ja, Gott, lass mich Deinen Willen erkennen!\u2018<br \/>\nNiemanden h\u00f6re ich so reden oder gar rufen. Was soll das mit dieser falschen W\u00fcrde und Auszeichnung hier? Das Leben ist ewig, erkl\u00e4rt uns der Erl\u00f6ser. Unser aller Erl\u00f6ser von sinnloser, irdischer Kurzzeit-Macht. Glaubt ihr Ihm nicht, ihr Verlorenen?\u2018<br \/>\nIch sitz\u2018 immer alleine da, ich, der alte, dumme Knecht vom Wiesenreithhof. Du wei\u00dft ja, Vater im Himmel, ich will hier auch wirklich gar nichts werden, gar nichts gelten und Du wei\u00dft, das ist bestimmt ernsthaft f\u00fcr mich und ich meine das auch ehrlich so. Ja und Du, Vater, Du hast mich diesen ganzen Erdenweg immer gl\u00fccklich und zufrieden sein lassen aus diesem Grund und mir so viele Botschaften geschickt und mir Deine Wahrheit St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck offengelegt. Es geht ja um diese Deine Offenbarung, um das Verstehen, um das Begreifen. Das ist es, was uns allen so schwer f\u00e4llt: Dieses richtige Begreifen von Deinem Wort. Wir h\u00f6ren es sooft und kapieren es auch irgendwie, aber es versickert.\u201c<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die alten Aufzeichnungen des Hermann \u201aMandl\u2018 Samthaler lagen offen vor ihm. Michael Blankenheim blickte kurz auf. Seine Frau, die schweigend neben ihm sa\u00df, erwiderte seinen Blick. 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