2016 – Beruf: nachdenklicher Maurer

Warth Marktstraße 2 - 2016 - pictureline front 05
Der Aufstieg und der Abstieg. Tausende von Stufen. Und dahinter, hinter dem großen Haus, ein leeres Grundstück. Seine Zukunft steht jetzt noch in den Sternen.

Das Jahr 2016 bildet den Übergang vom Prozess des Ausräumens zum Aufgabenkreis Renovieren und Reparieren. Mauern und verputzen vor allem.
Unser Haus ist ein Steinhaus. Uralt. Ein paar Jahre später haben wir erst recherchieren können, dass es zwischen 1820 und 1870 langsam in mehreren Schritten erbaut wurde. Das nur so nebenbei.

Was mich jetzt betroffen hat und betrifft, ist die heutige Bausubstanz. Und die ist nicht ganz so schlecht, wie sie dem Alter nach auch sein könnte. Den Umständen entspechend gut sozusagen, aber für neue Gestaltung durchaus geeignet. Für kreative und arbeitsame Geister wie ich einer bin. Das natürlich vorausgesetzt. Ich bin also im Laufe des Jahres 2016 vom Material-Träger zu Maurer und Bauarbeiter mutiert. Kalk, Sand, Ton und Zement, Meißel, Kelle, Spachteln und Mischmaschine meine fast täglichen Begleiter. Vorerst die Innenräume sanieren. Ausbessern, erneuern oder wiederherstellen.

In dieser harten Phase ist für mich aber schon der besondere, der herausragende Wert dieses Gebäudes sicht- und spürbar. Eine Rarität. Außergewöhnlich. Und so kommt es, dass wir beginnen hinauszugehen. Die Erde wieder fruchtbar machen hier. Und lebendig.

Erste Arbeiten für einen Kulturgarten
Erste vorsichtige Schritte
Erste Dämmerung Kulturgarten wild und frei - Die Schneeglöckchenpflanzung
Erste Dämmerung – Die Schneeglöckchen-Pflanzung
Erste Obstbaumpflanzungen
Erste Obstbaum-Pflanzungen

Und noch ein Ereignis hat 2016 stattgefunden. Die erste Kunstaktion von mir an diesem Ort.

pictureline 01 - Kunstaktion Die Sucht am billigen Konsum - 2016
Eine Kunstaktion im Herbst 2016 mit dem Thema Die Sucht am billigen Konsum.
pictureline 02 - Kunstaktion Die Sucht am billigen Konsum - 2016
Waffengewalt – Der erfolglose Krieg von gestern – Alle sind dagegen.
Wirtschaftswachstum – Der erfolgreiche Krieg von heute – Alle sind dafür.

Ein Inhalt, der mir schon mein ganzes Künstlerleben unter den Nägeln brennt.
Und weiter brennen wird. Denn dieser Inhalt, diese Verhaltensweise, diese Sucht des rasenden Konsumierens und Ausbeutens scheint einer der Kerne der unausweichlichen Zerstörung unserer momentanen (Un)kultur zu sein. Kaufen – Verkaufen – Ausbeuten – Die Tragödie unserer Zeitepoche.
Ich werde nicht aufhören im Innen bei mir, sowie im Außen dagegen anzugehen.

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